Eine systematische und klare Benennung von digitalen Entitäten hilft, diese zu interpretieren, eindeutig unterscheiden und zuordnen zu können. In OES-Anwendungen Eine OES-Anwendung bezeichnet die konkrete Nutzung des Open Encyclopedia Systems innerhalb eines Projekts. Sie umfasst die gesamte funktionale Umsetzung eines OES-Projekts – einschließlich Datenmodell, Redaktionsprozessen, Publikationslogik, Darstellung und technischer Infrastruktur. Eine OES Anwendung richtet sich an bestimmte fachliche, redaktionelle und technische Anforderungen, etwa die Publikation wissenschaftlicher Artikel, Lexikoneinträge oder digitaler Editionen. ist eine aussagekräftige Benennung vor allem bei der URL und den Mediendateien entscheidend. Die Regeln für Benennungen können bei Bedarf in einer Konvention festgehalten werden.
1. Benennung der URL
Die URL Eine URL (Uniform Resource Locator) ist die eindeutige Webadresse, über die eine Ressource im Internet aufgerufen werden kann, z. B. eine Webseite, ein Bild oder ein Dokument. URLs bestehen typischerweise aus mehreren Teilen: dem Protokoll (z. B. https://), dem Domainnamen (z. B. example.com) und optional einem Pfad zu einer spezifischen Seite oder Datei (z. B. /datenschutzerklaerung). ist die eindeutige Adresse einer Webseite. Eine ‚gute‘ URL sollte möglichst kurz und interpretierbar sein, also verdeutlichen, was auf der Seite zu finden ist. Die URL der Startseite der OES-Demo Die OES Demo ist eine beispielhafte OES-Anwendung, die zentrale Funktionen, Inhalte und Datenmodelle des Open Encyclopedia Systems demonstriert. Sie dient als Referenz- und Testumgebung sowie zur Veranschaulichung möglicher OES-Projektkonfigurationen. bspw. ist in diesem Sinne eine ‚gute‘ URL: https://demo.open-encyclopedia-system.org/
Eine URL besteht vereinfacht dargestellt aus folgenden Teilen:

Die Benennung des letzten Teils (Datei oder Slug Ein Slug ist der lesbare, URL-freundliche Teil eines Permalinks, der einen bestimmten Inhalt auf einer WordPress-Webseite eindeutig identifiziert. Er wird aus dem Titel eines Beitrags, einer Seite oder eines Terms abgeleitet und besteht in der Regel aus kleingeschriebenen Wörtern, die durch Bindestriche getrennt sind – ohne Umlaute, Sonderzeichen oder Leerzeichen. Für die Benutzerfreundlichkeit und Suchmaschinenoptimierung ist es wichtig, dass Slugs aussagekräftig, kurz und relevant sind. Sie können in der Redaktionsumgebung manuell angepasst werden. Technisch gesehen hilft der Slug WordPress, Inhalte korrekt aufzulösen und anzuzeigen, ohne dabei interne IDs oder kryptische Parameter in der URL zu verwenden. Der Slug der Index-Seite der OES Demo ist beispielsweise /index in der URL https://demo.open-encyclopedia-system.org/index/. ) ergibt sich in OES automatisch aus dem Titel des zuvor angelegten Datenobjekts Ein Datenobjekt ist eine strukturierte Sammlung von Daten und/oder Eigenschaften, die zusammen eine Einheit bilden und bestimmte Informationen repräsentieren. Es bezeichnet eine Instanz eines Inhaltstyps, die bestimmte Attribute und Funktionen enthält, um mit den zugehörigen Daten zu arbeiten. In der OES Demo ist beispielsweise der ‚Article‘ ‚Deutsches Wörterbuch‘ ein Datenobjekt, dass aus einem im Editor gepflegten Text, in Formularen gepflegten strukturierten Daten, technischen Daten wie einem Status und einer Einzeldarstellung auf der OES Demo Seite besteht. . Dieser Teil der URL ist der „sprechende“ Teil, der den Nutzenden Aufschluss über den Inhalt des Beitrags Ein Beitrag (Post) ist in WordPress ein Inhaltselement eines Inhaltstyps. In der OES Demo beispielsweise der einzelne ‚Article‘ Deutsches Wörterbuch oder der ‚Contributor‘ Carl Contributor. Beiträge erscheinen in OES als Einzeldarstellung und werden typischerweise in alphabetischer Reihenfolge auf Listendarstellungen in der Publikationsumgebung ausgegeben. Sie lassen sich über Taxonomien kategorisieren und verschlagworten. gibt, und kann im rechten Seitenmenü der Redaktionsumgebung Die Redaktionsumgebung ist ein Teilbereich des Backends, auf den Redaktionsmitglieder Zugriff haben. Hier werden Inhalte wie Beiträge, Seiten oder Medien erstellt, bearbeitet und organisiert. Funktionen wie das Anlegen von Taxonomien, das Vergeben von Termen, die Bearbeitung von Metadaten oder die Nutzung von Vorschaufunktionen zählen ebenfalls dazu. Moderne Editoren wie der Gutenberg-Blockeditor oder zusätzliche Tools wie das Plugin Advanced Custom Fields erweitern die redaktionellen Möglichkeiten erheblich. Während der Admin-Bereich eher die technische Ebene abdeckt, konzentriert sich die Redaktionsumgebung auf die kreative und inhaltliche Arbeit. unter ‚URL‘ oder im Quick-Edit-Modus nachbearbeitet und so bei Bedarf optimiert werden.
Folgende Tipps gibt es für die Benennungen von Slugs:
- Hauptstichwort des Inhalts des Posts nutzen
- möglichst kurz halten
- Überflüssiges wie z. B. Füllwörter vermeiden
- Wortgruppen durch Bindestriche (nicht Unterstriche) trennen
- Klein- statt Großschreibung
2. Benennung von Dateien
In den OES-Anwendungen werden alle hochgeladenen Medien und Dateien in der Mediathek gespeichert. Um die Mediathek möglichst übersichtlich und schlank zu halten, sollte eine doppelte Ablage von Medien vermieden und klare Dateinamen vergeben werden. Eine hilfreiche Maßnahme hierfür kann die Verwendung einer Benennungskonvention sein. Konsistent benannte Dateien sind leichter zu finden, und so lässt sich schneller prüfen, ob ein Medium bereits hochgeladen worden ist.
Beispiele:
zu 1. URL bei DATA AFFAIRS
Der Titel eines Glossareintrags bei DATA AFFAIRS lautet: Creative-Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen). OES übernimmt bis auf die Sonderzeichen alle Zeichen, trennt die Wörter mit Bindestrichen und generiert automatisch bei der Speicherung den Slug ‚creative-commons-lizenzen-cc-lizenzen‘.

Da dieser redundante Informationen enthält und sehr lang ist, wurde er unter ‚Quick Edit‘ gekürzt.

Die so bearbeitete URL https://data.affairs.affective-societies.de/glossary/creative-commons-lizenzen/ ist nun eine sprechende und interpretierbare URL und die Lesenden können sich erschließen, was sie dort erwartet.
zu 2. Benennungskonvention für Dateien
Bestandteile des Dateinamens können z. B. sein:
- ggf. Rubrik/Thema o. ä.
- Kurztitel (beschreibt den Inhalt)
- ggf. Nummerierung (bei Bildern einer Serie)
- ggf. Versionsnummer
- ggf. auch urhebende Person
Benennungskonvention für Bilder aus DATA AFFAIRS:
Thema_Kurztitel.Endung
- ano_pseudo_anonymisierung.png
- ano_pseudo_original.png
- ano_pseudo_pseudonymisierung.png
