Konfiguration

Damit eine DOI nicht nur eine eindeutige Nummer ist, sondern auch auffindbar, zitierfähig und maschinenlesbar bleibt, verlangt DataCite bei jeder Registrierung strukturierte Metadaten nach einem festgelegten Schema — dokumentiert unter schema.datacite.org. Dieses Schema definiert eine Reihe von Eigenschaften (Properties) wie Titel, Creator, Erscheinungsjahr, Ressourcentyp oder Publisher, jeweils mit einem Verbindlichkeitsgrad: Mandatory (Pflichtfelder, ohne die keine DOI registriert werden kann), Recommended (empfohlen, um die Auffindbarkeit deutlich zu verbessern) und Optional (zusätzliche, freiwillige Anreicherung).

Das DataCite-Schema ist bewusst generisch gehalten, um für sehr unterschiedliche Forschungsobjekte zu funktionieren — von Datensätzen über Software bis zu Texten wie den OES-Inhalten. Es lehnt sich konzeptionell an ältere, etablierte Metadatenstandards wie Dublin Core an und ist mit diesem auch offiziell verknüpft: DataCite pflegt ein Mapping seiner eigenen Properties auf die entsprechenden Dublin-Core-Elemente, sodass DataCite-Metadaten mit anderen, auf Dublin Core basierenden Systemen (etwa Bibliothekskatalogen oder OpenAIRE) austauschbar bleiben. Das DataCite-Schema ersetzt disziplinspezifische Metadatenstandards also nicht, sondern ergänzt sie um genau die Kernangaben, die für Zitation und Auffindbarkeit einer DOI nötig sind.

Das DataCite-Schema steht dabei nicht für sich allein, sondern baut auf einer noch grundlegenderen Ebene auf: dem DOI Kernel selbst. Der DOI Kernel ist das Minimum an Metadaten, das für jede DOI-Registrierung erforderlich ist — unabhängig davon, über welche Registrierungsagentur sie läuft (DataCite, Crossref, mEDRA etc.) — und wird vom International DOI Foundation (IDF) als Teil des ISO-Standards ISO 26324 definiert, auf dem das gesamte DOI-System beruht. Das DataCite-Schema ist eine konkrete, deutlich umfangreichere Ausprägung dieses Minimalstandards, spezifisch für DataCite als Agentur.

Für OES bedeutet das: die im OES-Datenmodell Ein Datenmodell ist eine abstrakte Darstellung der Datenstruktur der OES-Instanz. Es beschreibt, welche Daten erfasst und wie sie gespeichert werden, wie diese miteinander in Beziehung stehen und wie sie verarbeitet können. Auch die Visualisierung in der Publikationsumgebung wird teilweise hier definiert. Das Datenmodell der OES Demo wird auf der Webseite ausführlich beschrieben. So wird beispielsweise der Inhaltstyp ‚Article‘ definiert mitsamt Editor für den zu erfassenden Text und zugehörigem Formular, in dem strukturierte Daten erfasst werden können. bereits vorhandenen Informationen — Titel, Autor:innen, Publikationsdatum etc. — werden einmalig je OES-Anwendung Eine OES-Anwendung bezeichnet die konkrete Nutzung des Open Encyclopedia Systems innerhalb eines Projekts. Sie umfasst die gesamte funktionale Umsetzung eines OES-Projekts – einschließlich Datenmodell, Redaktionsprozessen, Publikationslogik, Darstellung und technischer Infrastruktur. Eine OES Anwendung richtet sich an bestimmte fachliche, redaktionelle und technische Anforderungen, etwa die Publikation wissenschaftlicher Artikel, Lexikoneinträge oder digitaler Editionen. auf genau diese DataCite-Properties abgebildet. Die folgenden Abschnitte dieses Kapitels zeigen, wie diese Zuordnung konkret in OES konfiguriert wird — von den globalen Grundeinstellungen bis zum vollständigen Feld-Mapping.